Myokine sind Botenstoffe, die der Skelettmuskel bei Belastung freisetzt. Sie wirken nicht nur im Muskel selbst, sondern gelangen über das Blut zu anderen Organen. Damit gilt die Muskulatur heute als grösstes endokrines Organ des Körpers, vergleichbar mit einer Drüse.
Zu den bekanntesten Vertretern gehören Interleukin-6, Irisin und Myostatin. Sie beeinflussen unter anderem den Zucker- und Fettstoffwechsel, Entzündungsprozesse und die Kommunikation zwischen Muskel, Fettgewebe, Leber und Gehirn.
Praktisch heisst das: die Wirkung von Krafttraining reicht deutlich über den Muskelaufbau hinaus. Wer regelmässig trainiert, verändert Stoffwechselvorgänge im ganzen Körper. Das ist einer der Gründe, warum Bewegung im Alter so stark wirkt.
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